In einer kurzen Regenpause ging ich schon um 07:15 zum 5 Minuten entfernten Flughafen. Konnte aufgrund der Wettersituation nicht glauben, dass bei dem Sturm und Regen der Flug um 09:00 stattfindet.
Man darf es aber nicht so negativ sehen. ES IST WARM !!
Er fand statt und war ziemlich ruhig. Wir landeten 40 Minuten später auf Raiatea. Der Regen hatte aufgehört der Wind war noch immer sehr stark. Ich fuhr mit dem Taxi in meine Unterkunft (€ 8). Diese hätte ich leicht zu Fuß erreichen können, hätten sie mir am Flughafen nicht etwas anders gesagt.
War also nach nicht einmal 5 Minuten am Ziel. Es war keiner zugegen. Rief dann meine Vermieterin an, die nach 15 Minuten eintraf. Die Unterkunft (Hostel) hatte ich gewählt, um endlich wieder einmal mit Touristen in Kontakt zu kommen. Es war niemand da und es wird auch keiner kommen. Erst nächsten Freitag wieder. Keine Zimmer, nur einzelne Matratzen, aber das wusste ich. Schaut halt alles ein bisschen trostlos aus wenn keiner da ist und zusätzlich dieses Wetter. Aber die Vermieterin ist voll nett. Hat eine sehr herzliche Art, die meine Stimmung wieder auf Vordermann brachte. Sie gab mir gute Tips, fuhr mit mir wegen Information zu einem Auto/Scooter Vermieter und zu einem Supermarkt. In die Unterkunft zurückgekehrt verspeisten wir die gekauften Hühnerstückerln mit 4 Flaschen Bier und Nüssen. Der Tag war gerettet.




Badezimmer unterm Himmel 
Am Abend nahmen mich meine 2 Unterkunftgeber (Vetea+Poecura) zu Verwandten mit. Es war ein super netter Abend mit viel Musik, Lachen und Alkohol.
Besonders ist der Fafaru hervorzuheben. Eine tahitische Spezialität, die ich kosten musste. Man sagte mir, es riecht und schmeckt ein bisschen wie Camembert. Wer es glaubt. Camembert ist dagegen ein in Parfüm getauchtes Steak. Man kann sich den Fisch so vorstellen: Ein kleiner Fisch ist gestorben und liegt seit Tagen im seichten Salzwasser in der prallen Sonne. Mit Cocosmilch verfeinert soll er nicht sogar arg schmecken. Naja, vielleicht ein kleines bisschen weniger verendet.
Fafaru wird mit Fisch oder Garnelen hergestellt und wird in mariniertem Meerwasser gegart. Dieses Wasser, genannt Mitifafaru, wird durch Eintauchen eines sehr frischen Fisches in das sauberste verfügbare Meerwasser für drei Tage hergestellt. Der zersetzende Fisch wird dann ausgesiebt und das Wasser wird auf lokalen Märkten und Supermärkten abgefüllt und verkauft. Zur Zubereitung von Fafaru schneidet man frischen Fisch einfach in dünne Scheiben und bedeckt ihn etwa zehn Minuten mit Mitifafaru. Den überschüssigen Mitifafaru abgiessen und das fertige Gericht mit Taro, Kochbananen und Kokosnussmilch servieren.
Das schwierigste Detail, das man beim Fafaru essen kann, ist der Geruch. Das Fermentationsverfahren wird in zahlreichen tahitianischen Gerichten verwendet, aber nur Fafaru riecht im fertigen Zustand nach einem fünf Tage alten Schlachtkörper.
Bei der Zubereitung erfüllt der Geruch die Küche. Auf dem Tisch überwältigt das Aroma die weicheren Gerüche anderer Lebensmittel. Wenn ein Tropfen auf der Außenseite der Flasche verbleibt, wird der Kühlschrank tagelang davon berichten.
Um 23:30 waren wir 3 wieder zu Hause und es gab Marlin und Thunfisch Sashimi mit Reis von der Gastgeberin liebevoll schon am Nachmittag vorbereitet.
Wetter: Den ganzen Tag kein Regen !!!!
Unterkunft: Fare Ora, Preis: € 195,16 für 4 Nächte. Gemeinschaftszimmer, leider kein Ventilator, daher manchmal sehr heiss. Klo und Bad (Open Air) im Freien.
